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Über Meinrads Tod erzählt die Legende: Eines Abends bekam er Besuch von zwei Räubern. Da bei Meinrad nach wie vor viele Menschen Rat suchten, glaubten sie, bei ihm Schätze zu finden, die er als Gegenleistung für seine Hilfsbereitschaft erhalten hätte. Meinrad, der wusste, in welcher Absicht die beiden Männer gekommen waren, bewirtete sie und sprach sie anschließend direkt auf ihre geplante Tat an. Er bat sie, nach der Tat am Kopf- und Fußende seines Leichnams eine brennende Kerze aufzustellen. Nachdem die Räuber Meinrad erschlagen und vergeblich die erhofften Schätze gesucht hatten, taten Sie, worum er sie gebeten hatte. Als sie die erste Kerze aus seinem nebenan liegenden Gebetsraum geholt hatten, fanden sie die zweite bereits brennend an seinem Kopfende vor. Daraufhin gerieten sie in Panik und ergriffen die Flucht. Die beiden zahmen Raben, die Meinrad aufgezogen hatte und die sich immer in seiner Nähe aufhielten, verfolgten nach dem Mord an Meinrad die Mörder. Die Bevölkerung wurde durch das Geschrei der Raben aufmerksam, fand Meinrads Leichnam und konnte die Männer festnehmen. Diese wurden daraufhin in Zürich hingerichtet.
Meinrads Gebeine wurden zunächst im Kloster Reichenau bestattet, im Jahr 1039 überführte man sie nach Einsiedeln in die Schweiz zur Einweihung des dortigen Klosters.
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